PDT
Aus Unser Zentrum
Die Photodynamische Therapie (PDT) ist ein innovativer fester Bestandteil unseres Behandlungsspektrums. Die PDT stellt ein wissenschaftlich nachgewiesenes, nicht operativ eingreifendes Therapieverfahren dar, mit dem komplikationslos oberflächliche Hauttumoren wie Hautkrebsvorstufen (aktinische Keratosen), flache Basaliome und im Frühstadium befindliche Karzinome behandelt werden können.
Die Photodynamische Therapie ermöglicht bei oberflächlichen Veränderungen eine weitgehend tumorselektive Gewebezerstörung mit narbenfreier Abheilung und entsprechend günstigen kosmetischen Ergebnissen. Dieses Verfahren führt insbesondere bei größerer Ausdehnung der Hautveränderungen zu ausgezeichneten Ergebnissen im Vergleich zu operativen Verfahren (z.B. Befall der gesamten Stirn, großflächige Rumpfhautbasaliome oder Morbus Bowen). Dies gilt ebenso bei chirurgisch schwieriger zugänglichen anatomischen Lokalisationen. Das Verfahren ist zum Teil auch in den Fällen durchführbar, in denen eine Operation aufgrund besonderer Risiken (z.B. hohes Alter) oder begleitender eingreifender Erkrankungen nicht möglich ist.
[bearbeiten] Häufige Fragen
[bearbeiten] Was ist die "Photodynamische Therapie" (PDT)?
Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) handelt es sich um ein Verfahren zur gezielten Behandlung von Hautkrankheiten, insbesondere von "weißem" Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen. Diese innovative Methode beruht darauf, dass bestimmte lichtempfindliche chemische Substanzen ("Photosensibilisatoren") sich in entzündlich verändertem Gewebe und Tumoren besonders intensiv anreichern. Dadurch wird eine differenzierte Erkennung, Behandlung oder Zerstörung krankhaft veränderter Hautstrukturen ermöglicht.
[bearbeiten] Bei welchen Hautkrankheiten kann PDT eingesetzt werden?
Sie eignet sich insbesondere zur Behandlung von Hautkrebsvorstufen, den "aktinischen Keratosen oder Präcancerosen" und bestimmten Formen der Basaliome, Morbus Bowen und Frühformen des Spinalioms. Bei der Behandlung von Hautkrebs und anderen Hauterkrankungen hat sich die PDT seit ca. 15 Jahren als hocheffektiv erwiesen. Bei Tumoren z.B. des Mundes oder Halses wird die PDT routinemäßig sogar noch länger eingesetzt. Erfolge werden auch in der Therapie von Warzen berichtet. Möglicherweise werden wir in Zukunft damit noch viele andere Indikationen behandeln können (z.B. Falten, Psoriasis, Akne, chronischen Juckreiz, Sarkoidose, Granuloma anulare, Lichen simplex, Lichen sclerosus, T-Zell-Lymphome, Talgdrüsenhyperplasien u.a.).
[bearbeiten] Wie funktioniert die PDT?
Der Wirkstoff 5-alpha-Aminolävulinsäure (5-ALA) oder das Präparat Metvix© werden in Cremeform auf die betroffenen Hautareale aufgetragen. ALA dient als "Photosensibilisator". Aus ALA bilden sich in den erkrankten Zellen Porphyrine. Diese sind photoaktiv und erzeugen durch die PDT hochwirksamen Sauerstoff. Das eingecremte Hautgebiet wird durch einen Verband oder durch Abpflastern vor der natürlichen Sonnenstrahlung geschützt. Nach 3-4 stündiger Einwirkzeit wird die Creme entfernt. Der Wirkstoff hat sich in dieser Zeit in den kranken Zellen angereichert, während die gesunden Zellen ihn kaum aufnehmen. Das Hautareal wird daraufhin mit einem speziellen PDT-Gerät oder durch den Farbstofflaser belichtet. Dieses Licht "sucht" sich die kranken Zellen mit der angereicherten Aminolävulinsäure und zerstört sie, indem Photosensibilisator, Licht und Sauerstoff in der Zelle miteinander reagieren. Diese Reaktion nennt man "photodynamische Reaktion". Wird die Bestrahlung mit niedrigen Dosen durchgeführt, so werden die Zellen nicht zerstört. Es kommt stattdessen zu einer sogenannten Immunmodulation. Dies ist der Therapieansatz bei der Faltenbehandlung. Um eventuell verbliebene Zellen zu entdecken und zu beseitigen, wird die Behandlung ggf. noch 1-2 mal wiederholt. Nach der PDT-Belichtung sollte während des gesamten Tages auf einen intensiven Sonnenschutz geachtet werden.
[bearbeiten] Handelt es sich dabei um gefährliche Strahlen?
Sowohl das langwellige Infrarot-Licht des PDT-Gerätes bzw. des Farbstofflasers als auch die aktivierende ALA-Creme sind völlig ungefährlich. Es handelt sich dabei um reines Licht, also nicht um Röntgen- oder UV-Strahlung. Erst die Kombination von Licht und ALA-Creme führt zu den gewünschten biologischen Reaktionen der Haut. Durch die ALA-Creme wird allerdings die Haut an den eingecremten Stellen für die Dauer von 12 Stunden stark lichtempfindlich. Deshalb ist während das gesamten Tages an den behandelten Stellen ein intensiver Sonnenschutz zwingend erforderlich.
[bearbeiten] Welche Begleitreaktionen sind möglich?
Während der Belichtung ist eine Schutzbrille zu tragen. Die Haut kann währenddessen warm werden und auch schmerzen. Dies ist unangenehm, aber ungefährlich. Schmerzmittel oder eine örtliche Betäubung sind in der Regel nicht erforderlich. Die Haut kann 1-2 Tage nach der PDT anschwellen (Ödeme) und mit Rötungen, Krusten und sterilen Eiterpusteln reagieren. In dieser Zeit sollte z.B. Bepanthen-Wundsalbe aufgetragen werden. All dies sind Zeichen des erfolgreichen Bekämpfens der erkrankten Zellen. Behandlungen in behaarten Bereichen können sehr selten zu dauerhaftem Haarausfall an dieser Stelle führen. Insbesondere am Tag der Belichtung, aber auch noch in geringerer Ausprägung 3 Tage nach der Therapie, ist die Haut lichtempfindlicher als sonst. Zuviel Licht und Sonne führen in dieser Zeit eher zu einem Sonnenbrand. Nach der Belichtung werden die kranken Zellen entzündlich schuppend oder als Krusten abgestoßen. Spätestens nach 2-3 Wochen ist die Haut völlig abgeheilt. Während dieses Zeitraums sollte stets ein Sonnenbocker aufgetragen werden.
[bearbeiten] Wie wirksam ist die PDT?
Der wesentliche Vorteil gegenüber Operationen ist die weitestgehende Schonung der gesunden Haut und die meist narbenlose Abheilung. In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen lag die Erfolgsquote bei aktinischen Keratosen (Vorstufen des weissen Hautkrebses) bei bis zu 98 %. Die Ansprechrate bei oberflächlichen Basaliomen erreicht über 90%. Die Erfolge bei anderen Hautproblemen sind noch offen, da bisher nur in Fallbeschreibungen darüber berichtet wurde und noch keine größeren wissenschaftlichen Studien dazu existieren.
[bearbeiten] Was kostet die PDT Behandlung?
Private Kassen übernehmen die Kosten der Behandlung ohne Probleme. Leider gilt dies bislang nicht für die gesetzlichen Krankenkassen. Die PDT kann daher nicht über die Krankenversicherungskarte der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Wir bieten die Behandlung unseren gesetzlich versicherten Patienten als Selbstzahlerleistung (sogenannte IGeL-Leistung) an. Über die genauen Kosten werden wir Sie gerne informieren. Diese hängt im Wesentlichen von der Ausdehung und Anzahl der zu behandelnden Flächen ab.

